Geschenk zum Jubiläum

von Redaktion

Ganghofer-Projekt in Rottach-Egern geplant

Nachdem Ludwig Ganghofer bereits 1912 erste Kontakte zur Filmbranche hatte und erste Filme gedreht wurden, traf er sich 1918 mit einem anderen Profi in Sachen Massengeschmack: Mit Peter Ostermayer, dem Begründer der Filmstadt Geiselgasteig, der heutigen Bavaria Filmstadt. In den folgenden Jahrzehnten kam es zu zahlreichen Verfilmungen von Ganghofer-Romanen – am häufigsten kam der „Jäger von Fall“ auf die Leinwand. Aber auch ewige Klassiker wie „Der Edelweißkönig“, „Der Geigenmacher von Mittenwald“, „Das Schweigen im Walde“ oder „Waldrausch“.

Das Berchtesgadener Land, später auch Italien, boten für die Produktion die optimale Kulisse. Ganghofer war damit auch Motor für die deutsche Filmgeschichte. Das nimmt der Kunst- und Kulturverein Rottach-Egern unter der Leitung von Barbara Winkler und Georg Höß, der auch Chefjurist der Bavaria Film GmbH ist, zum Anlass, im Ganghofer-Jahr ein musikalisches Filmprojekt zu initiieren: Im Fokus steht der Roman „Der Klosterjäger“, der dreimal und erstmals 1920 als Stummfilm verfilmt wurde.

Eigens dafür komponiert Thomas Rebensburg die Musik und am 21. November, genau 100 Jahre nach der Erstaufführung des Films, findet in Rottach-Egern im Seeforum die Aufführung mit der neuen Musik statt – live mit Orchester. „Die Corona-Krise kommt uns da nicht dazwischen“, sagt Barbara Winkler. Zur Not, sagt sie, „ändern wir einfach die Art der Vorführung“. Der Film eigne sich auch gut für ein Open Air. „Da denken wir hartnäckig positiv“, sagt sie.

Optimistisch eben. Ganz im Sinne Ganghofers.  mu

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