„Wir hatten einen kleinen Startvorteil“

von Redaktion

Tobias Schreiner, Leiter der Realschule Tegernseer Tal:

Corona hat natürlich die Digitalisierung an den Schulen befeuert; vieles hätte sonst länger gedauert oder wäre vielleicht gar nicht möglich gewesen.

Als Referenzschule für Medienbildung hatten wir einen kleinen Startvorteil: Wir haben vom ersten Tag an alle Schülerinnen, Schüler und Eltern digital erreicht und konnten zum Beispiel auch von Anfang an Videostunden halten – das, was jetzt durch das Programm MS Teams allen Schulen möglich ist. Das hat ganz gut geklappt, die Nutzungsstatistik zeigt, dass sich während der Schulschließung stabil fast alle Schüler täglich ins digitale Klassenzimmer eingeloggt hatten. Aber ich muss auch sagen: Ich finde es unheimlich schade, dass vieles, was Schule schön und zum Lebensraum macht, nicht stattfinden konnte.

Das Schulleben wurde komplett eingestellt: Keine Exkursionen und Fahrten, kein Wahlunterricht, kein Theater, keine Schulkonzerte, jetzt ist auch noch der Abschlussball gestrichen. Bildung ist so viel mehr, als nur prüfungsrelevante Inhalte abzufragen. Es macht mir Kopfzerbrechen, wie wir solche Dinge wiederbeleben können, wenn wir nach den Sommerferien zum Normalbetrieb unter Einhaltung der Hygienevorschriften zurückkehren sollen.

Protokoll: Dirk Walter

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