Mamming – Eine kleine Gemeinde mit rund 3340 Einwohnern, idyllisch gelegen an den Isar-Auen: Das ist Mamming im niederbayerischen Kreis Dingolfing-Landau. Jetzt ist der Ort bundesweit in den Fokus geraten, weil sich auf einem Gemüsebetrieb 176 Saisonarbeiter mit dem Coronavirus infiziert haben. „Für unsere Gemeinde und uns alle ist dies eine Ausnahmesituation“, erklärte Mammings Bürgermeisterin Irmgard Eberl (CSU) in einem Schreiben an die Bürger. „Die Mamminger haben bisher sehr besonnen reagiert“, betonte sie und bat darum, weiterhin die Ruhe zu bewahren.
Ein bisschen angespannt ist die Stimmung im Ort schon, wie Apothekerin Renate von Riedesel berichtet: „Die Leute machen sich Sorgen und bleiben zu Hause.“ Einige Kunden hätten Termine abgesagt. Zudem habe sie mehrere Anrufe bekommen. „Gerade für ältere Leute ist die Apotheke ein Ansprechpartner“, sagt sie. Ihren Kunden rät sie, die Testmöglichkeiten zu nutzen.
Am Montagnachmittag ging am Mamminger Verkehrsübungsplatz eine Massenteststation in Betrieb. Einwohner der Gemeinde konnten mit dem Auto vorfahren, um sich testen zu lassen. Auch für alle anderen Bürger aus dem Kreis Dingolfing-Landau wird eine Teststation vorbereitet. Das Landratsamt hat wegen der vielen Nachfragen zudem das Bürgertelefon wieder freigeschaltet. „Eine gewisse Beunruhigung ist da“, sagt Sprecher Markus Allmannshofer. „Manche Betriebe haben auch Mamminger Mitarbeiter nach Hause geschickt.“ Er hofft, dass es nicht auf weiteren Höfen zu Corona-Infektionen kommt: „Wir haben 25 Betriebe im Landkreis mit einer größeren Anzahl an Erntehelfern.“ cla