Anstehen auf dem Weg zum Gipfel

von Redaktion

München – Strahlender Sonnenschein und Temperaturen über 30 Grad – das Traumwetter nutzten am Samstag viele Bayern für einen Ausflug an die Seen oder in die Berge. Ein besonders beliebtes Ausflugsziel war erneut Kochel am See (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen.). „Heute Land unter am Walchensee“, meldete die Wasserwacht und berichtete, dass am Südufer totales Chaos herrsche. Auch Forst-Revierleiter Hans Bierling schildert, dass der Walchenseebereich „verkehrs- und erholungsmäßig total überlastet war“. Spätestens am Mittag seien sämtliche Parkplätze belegt gewesen. Auf den Straßen gab es Stau.

Groß war der Ansturm außerdem am Eibsee (Kreis Garmisch-Partenkirchen) und an der Zugspitze: Die Stellplätze im Tal waren schnell belegt, Wildparker machten sich breit. Deshalb entschieden die Behörden, die Staatsstraße ab Grainau zu sperren. Auf dem Zugspitzgipfel war trotzdem viel los: Touristen – zum Teil ohne Ausrüstung und nur mit leichten Turnschuhen und knapper Bekleidung – sowie Bergsteiger standen Schlange, um ein Foto am Gipfelkreuz zu machen. Andere wiederum kühlten sich an der Zugspitze lieber beim Rodeln auf der frisch präparierten Piste ab.

Bereits im Vorfeld hatten die Polizeipräsidien Oberbayern Süd und Schwaben Süd/West angekündigt, am Wochenende verstärkt zu kontrollieren. Das wird auch künftig so sein. „Wir machen jetzt jedes Wochenende verstärkte Corona-Kontrollen“, sagt Simon Mandrysch vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim. Es ginge zum einen darum, dass die Abstandsregeln eingehalten werden, zum anderen aber auch darum, das Wildparken zu unterbinden. Schwerpunkte seien die beliebten Ausflugsziele, die Berge und die Seen. In den vergangenen Wochen waren dort vielerorts die Straßen zugeparkt und zum Teil wurden die Zufahrtswege für Rettungsfahrzeuge blockiert.

Dieses Wochenende sei die Situation „nicht allzu gravierend“ gewesen, so Mandrysch. „Es hat sich noch im Rahmen gehalten“, berichtet er. „Wir hatten nicht mehr Einsätze, vielleicht war es manchen auch zu heiß.“ Ein anderer Trend ist der Polizei im südlichen Allgäu aufgefallen. Dort gibt es immer mehr wilde Camper. „Die Leute parken halt irgendwo über Nacht, wo es schön ist“, sagt ein Polizeisprecher in Kempten. Und das sei manchmal mitten im Naturschutzgebiet.  chs/ast/db/cla/lby

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