Afghanischer Friseur darf bleiben

von Redaktion

Naim Karimis Duldung wird für Dauer der Ausbildung verlängert

Miesbach – Naim Karimi darf seine Ausbildung bei dem Friseursalon „Haardesign Wolf“ in Miesbach vorerst weitermachen. Wie wir berichtet hatten, fürchtete der 2016 aus Afghanistan geflüchtete Asylbewerber, dass er schon bald abgeschoben werden könnte. Er hatte seine Gesellenprüfung wegen Sprachproblemen nicht bestanden, deshalb wurde seine Duldung nur noch für einen Monat verlängert. „Die Abschiebung wäre mein Todesurteil“, sagt Karimi. Er ist sicher, dass ihn die Taliban in seiner Heimat umbringen würden.

Auf seinen Fall war auch der FDP-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Martin Hagen, aufmerksam geworden. Er versprach, sich für Karimi einzusetzen. Die Regierung von Oberbayern sicherte dem 32-Jährigen nun eine Duldung für die Dauer seiner Berufsausbildung zu. Naim Karimi kann die Gesellenprüfung wiederholen. Darüber ist auch seine Chefin sehr froh. Marie-Christine Wolf sagt, Karimi sei ein Glücksfall für den Salon. „Er beherrscht sein Handwerk.“  mm

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