Abtenau – Mit einem zweiflammigen Gaskocher hatten sich zwei Wanderinnen aus dem Landkreis Ebersberg am Samstagvormittag einen Tee kochen wollen. Das Gerät war vor der Wegscheid Reit Hütte im Salzburger Land auf einem Holztisch aufgestellt. Plötzlich habe er an der Unterseite zu brennen begonnen, berichteten die beiden Frauen der Polizei. Die Löschversuche der zwei Frauen scheiterten, schnell griff das Feuer vom Holztisch auf die Schutzhütte über.
Als die Feuerwehr Abtenau und der Löschzug Voglau mit acht Fahrzeugen und 59 Einsatzkräften zum Brandort anrückten, stand die Hütte bereits in Vollbrand. Das Gebäude brannte völlig nieder, ein Übergreifen des Brandes auf den Wald konnte verhindert werden. „Die geschockten Urlauberinnen wurden vorsorglich in das Krankenhaus nach Hallein gebracht. Verletzungen dürften sie keine erlitten haben“, sagte ein Sprecher der Polizei. Warum der Gaskocher Feuer fing, das will nun die Polizei herausfinden. Ein Defekt des Gaskochers kann als mögliche Ursache nicht ausgeschlossen werden. „Es steht Fahrlässigkeit im Raum, noch aber gibt es kein endgültiges Ergebnis unserer Brandermittler“, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag unserer Zeitung.
Die landwirtschaftliche Schutzhütte stand im Ortsteil Wegscheid auf einer Höhe von 1051 Metern. Die Feuerwehr Altenau und der Löschzug Voglau, die am Samstag um 11.22 Uhr alarmiert wurden, rückten von zwei Seiten an. Über eine Forststraße vom Stroblbauer schaffte es der Löschzug Altenau, innerhalb von 32 Minuten ein wasserführendes Löschfahrzeug zu der brennenden Hütte zu bringen. „Diese Entscheidung erwies sich als enorm richtungsweisend“, schreibt die Feuerwehr. Denn so gelang es, trotz Funkenflugs und Wärmestrahlung, ein Übergreifen der Flammen auf den trockenen Wald zu verhindern. Auch schafften es die Einsatzkräfte, eine sich in der Hütte befindende Gasflasche aus der Hütte zu bergen und aus sicherer Entfernung zu kühlen.
Das ebenfalls anwesende Rote Kreuz versorgte die zwei Wanderinnen aus Oberbayern, die sichtlich geschockt waren und deshalb zur Überprüfung in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht wurden. Um 15.30 Uhr war der Einsatz beendet. Von der Hütte stehen nur noch Kamin und Grundmauern.