DAV kämpft gegen Kurbeitrag

von Redaktion

Alpenverein will Gäste befreien lassen – Gemeinde widerspricht

Spitzingsee – Die Sektion München des Deutschen Alpenvereins steckt jedes Jahr mehrere tausend Euro in den Wegeunterhalt im Spitzinggebiet (Kreis Miesbach). Deshalb will sie nun die Gäste auf der Albert-Link- und der Schönfeldhütte vom Kurbeitrag befreien. Sie hat 20 Schilder mit dem Spruch „Gepflegte Wanderwege ja, Doppelbelastung nein“ aufgestellt. „Die Doppelbelastung aus Kurtaxe und Wegeunterhalt ist aus unserer Sicht ungerecht“, sagt Markus Block vom DAV.

Hintergrund ist, dass die Übernachtungsgäste für die beiden Hütten einen Kurbeitrag zahlen. Bei rund 11 000 Übernachtungen seien das im Schnitt rund 20 000 Euro pro Jahr. Dieses Geld würde die Sektion lieber in den Unterhalt des 14 Kilometer langen Wegenetzes in ihrem Zuständigkeitsbereich stecken. Deshalb bittet die Sektion die Wanderer, sich per Mail an die Gemeinde zu wenden und eine Befreiung des Kurbeitrags für diese beiden Hütten zu erbeten.

Die Gemeinde sieht jedoch keinen Anlass dafür, eine Ausnahme zu ermöglichen. Nicht der DAV, sondern die Gäste würden den Kurbeitrag von zwei Euro pro Nacht zahlen, betont Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer. Und diese würden auch die durch die Abgabe finanzierte Infrastruktur im Tal nutzen.  sg

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