Tirol sperrt Fernpass bis Freitag

von Redaktion

VON MARKUS CHRISTANDL

Garmisch-Partenkirchen – In den Süden mit bester Aussicht – die Route über den Fernpass ist vor allem bei Münchnern sehr beliebt. Knapp 14 Kilometer Luftlinie vom Gipfel der Zugspitze entfernt verbindet sie das Lech- mit dem Inntal und das Loisachtal mit dem Innzufluss Gurglbach. Wegen seiner sowohl herrlichen Panormalage als auch der günstigen Verbindungen wird die Fernpassstraße B179 von Reutte nach Imst dementsprechend frequentiert.

Doch seit gestern Vormittag ist erst mal tagelang Schluss: Bis Freitag, 18 Uhr, gibt es dringende Bauarbeiten im Tunnel zwischen Nassereith Nord und Nassereith Süd. Hier war ein Riss in der Tunnelwand bemerkt worden, der unbedingt schnell repariert werden muss. Zudem wird ein Überwachungssystem installiert, falls weitere Risse auftreten. Das heißt: Vollsperrung einer Hauptroute nach Italien, eine örtliche Umleitung dürfen nur Anwohner benutzen. Und das mitten in der Ferienzeit. Der ADAC befürchtet ein Verkehrschaos auf den Ausweichstrecken in Richtung Innsbruck.

Die nächstgelegene verläuft über die B2 nach Mittenwald, weiter über Seefeld und Zirler Berg. „Staus könnten sich bereits auf der B2 zwischen Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald ergeben“, befürchtet der ADAC. „Und wer die Anfahrt aus München über die A95 wählt, muss am Autobahnende zwangsläufig auf die bereits an normalen Tagen stark befahrene Strecke ausweichen.“ Bei der Polizeiinspekion in Mittenwald machte sich gestern Vormittag ein vermehrtes Aufkommen von Autos noch nicht bemerkbar. „Nicht mehr als sonst – reger Ausflugsverkehr, die Normalität“, sagt Thomas Rappensberger, der stellvertretende Dienststellenleiter.

Es empfiehlt sich, von München nach Innsbruck über die A 8 und dem Inntaldreieck und dann die A 93 durchs Inntal auszuweichen. Von der Allgäuer Seite her wäre, je nach Lage, auch die Route über Lindau und Bregenz eine Alternative. Ansonsten über die A 96 auf die A 8 und weiter zum Inntaldreieck.

Das Bundesland Tirol hat seit Anfang August auf der Fernpassroute regionale Fahrverbote aktiviert, um starken Reiseverkehr mit gleichzeitigen Staus Herr zu werden. Zwei Abfahrten jenseits der bayerischen Grenze werden an Wochenenden, von Samstagfrüh bis Sonntagabend, gesperrt. Das Verbot wird von einer privaten Sicherheitsfirma überwacht. Am ersten Wochenende wurden 2400 Fahrzeuge zurückgeschickt.

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