Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf deutschen Äckern ist weiter rückläufig. Wie Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) gestern mitteilte, sank die verkaufte Menge von Unkraut- und Schädlingsvernichtern im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2018 um 6,7 Prozent. Das sei der niedrigste Wert der vergangenen 20 Jahre. Beim besonders im Fokus stehenden Wirkstoff Glyphosat betrug der Rückgang im Vorjahresvergleich 11,3 Prozent. Klöckner sprach von einem Erfolg, betonte allerdings auch: „Ohne Pflanzenschutzmittel wird es nicht funktionieren.“ Neben der trockenen Witterung, die die Entwicklung begünstigt habe, nannte sie drei Gründe für den anhaltenden Rückgang: Die Züchtung von Pflanzen, die resistenter gegen Schädlinge sind, den verstärkten Einsatz von biologischen und nicht-chemischen Alternativen sowie ein verändertes Bewusstsein bei den Landwirten. dpa