Islamabad/München – Mitten in der Corona-Krise ist ein weiterer Abschiebeflug aus Deutschland in Pakistan gelandet. An Bord der Maschine befanden sich 33 Pakistaner, wie die Bundeskriminalpolizei in Pakistan gestern mitteilte. Am frühen Morgen traf der Flug in Pakistans Hauptstadt Islamabad ein, er war am späten Dienstagabend in München gestartet.
Laut Bundesinnenministerium wurden 24 Männer aus Deutschland abgeschoben, sieben aus Österreich und zwei aus Polen. Mehr als 160 Sicherheitsbeamte begleiteten die Sammelabschiebung in das südasiatische Land. An der Abschiebung beteiligten sich demnach die Bundesländer Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hessen. Einige der 33 Männer wurden in Islamabad in eine Haftanstalt gebracht. Ihnen werden Verstöße gegen nationale Migrationsgesetze vorgeworfen, wie etwa das Bezahlen von Schleusern für die Flucht über das Nachbarland Iran. Innerhalb der nächsten Tage sollen sie einem Haftrichter vorgestellt werden. Mehrere Angehörige warteten auf ihre Verwandten vor einem Polizeigebäude in Islamabad. dpa/mm