In einem OP-Saal muss auch die Luft richtig sauber sein. Dazu verfüge jeder OP über eine fest verbaute „Raumlufttechnische Anlage“, erklärt Prof. Bernhard Heindl, Leiter der Stabsstelle OP-Management am LMU Klinikum München. Die Luft werde über mehrstufige Filteranlagen von Staubpartikeln, Bakterien und Viren gereinigt, von der Decke in den OP-Saal eingeblasen und im Bodenbereich aktiv wieder abgesaugt. So entstehe „ein kontinuierlicher, sauberer Luftstrom von der Decke zum Fußboden“, sagt Heindl. „Dies ist für die Sterilität in einem OP-Saal sehr wichtig. Durch den hohen Luftaustausch werden auch Aerosole, die bei der Infektion mit Covid-19 wahrscheinlich eine wichtige Rolle spielen, sehr schnell verdünnt – so ähnlich wie im Freien.“ Für Schulen und Büros eignen sich fest eingebaute Anlagen nicht und wären zu teuer: Die Anschaffungskosten liegen im „höheren fünfstelligen Bereich“ pro Anlage, dazu kommen noch jährliche Betriebskosten von ca. 30 000 bis 40 000 Euro. ae