Das Familienleben auf dem Dorf war früher in eine strenge, kirchlich geprägte Ordnung eingebettet, die an die nachwachsende Generation weitergegeben wurde. Es waren feste Regeln, die sich in allen Lebenslagen bewährten, sie prägten den Alltag wie die Sonn- und Feiertage der Familie. So war es eine Selbstverständlichkeit, einen neuen Tag mit einem Gebet zu beginnen und auch zu beenden. Dreimal am Tag wurde von der ganzen Familie mit den Dienstboten laut der „Engel des Herrn” gebetet und zusammen wurde ein Tischgebet vor und nach dem Essen gesprochen. Das Angelus-Läuten am frühen Morgen, am Mittag und am Abend gab dem Tag eine feste Struktur. Der gemeinsame Kirchgang an Sonn- und Feiertagen war eine Selbstverständlichkeit für Jung und Alt.
BAUERN- UND WETTERREGELN
Ab Sankt Mang sät der Bauer den ersten Strang. Am Septemberregen ist dem Bauern viel gelegen.