von Redaktion

Neulich flog ich mit meiner Entenfreundin Agnes über eine Wiese, die gerade gemäht wurde. „Lass uns einen Zwischenstopp einlegen“, quakte ich sofort. „Du weißt doch, wie sehr ich den Geruch von frischgemähten Gras liebe.“ Wir landeten in sicherer Entfernung zum Traktor. „Ah, wie das duftet, ich kann gar nicht genug davon bekommen“, schnatterte ich. „Dann weißt du vermutlich nicht, warum das hier so riecht“, schnatterte Agnes. Ich schüttelte den Kopf. „Was du hier riechst, ist der Hilferuf der Gräser“, quakte Agnes. „Wird eine Pflanze verletzt – egal, ob durch eine hungrige Raupe oder durch das Mähwerk hier – tritt an der Fraß- oder Schnittstelle Saft aus. Darin stecken viele Stoffe, die helfen, die verletzte Stelle schneller wieder zu verschließen. „Darin steckt aber auch ein öliger Duftstoff“, quakte Agnes. „Er soll Insekten anlocken, die Schädlingen wie Raupen den Garaus machen. Gegen ein Mähwerk hilft das aber nicht.“ Ich nickte. „Sollen wir den Bauern verscheuchen?“, fragte ich. „Aber nein, das Gras wächst bald wieder nach“, quakte Agnes. Sie verriet mir, dass die Zweibeiner den Duft geschnittenen Grases so gern mögen, dass sie selbst Stoffe herstellen, die so riechen, etwa für Parfum. „Der Duft erinnert sie an den Frühling und Sommer.“ Eure Paula

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