Erst betätigte er die Not–entriegelung, dann zündelte er am Bahnsteig und in der Bahn: Ein 56-Jähriger hat am Bahnhof in Grafing (Kreis Ebersberg) für Chaos gesorgt und sich selbst schwer verletzt. Zunächst hatte ihn die Polizei aus einer S-Bahn begleitet, nachdem er grundlos die Not–entriegelung bediente. Kurz darauf zündete er am Montagabend einen Mülleimer am Bahnsteig an, um sich die Hände zu wärmen. Ein Lokführer löschte den Brand gemeinsam mit einem Fahrdienstleiter. Als der Lokführer zum Zug zurückkam, qualmte es bereits aus der Tür. Der 56-Jährige hatte einen Sitzbezug sowie sein eigenes Hemd angezündet. Er verbrannte sich mehrfach am Oberkörper, das noch glühende Hemd lag auf dem Boden. Der Mann wurde in eine Klinik gebracht. Wegen der Brandverletzungen dritten Grades muss er operiert werden. lby
An einem jüngst wiederentdeckten Brunnen im Ebersberger Forst hat früher bereits eine Siedlung existiert. Laut dem Höhlenarchäologen Bernhard Häck ist das nun sicher. Gestern präsentierte er seine Forschungsergebnisse einigen Experten. er geht von einem Schichtwasserbrunnen aus, der ab dem 15. Jahrhundert errichtet worden sein könnte. Genauere Daten sind noch nicht ermittelt. Fest stehe aber zweifelsfrei, dass dort Menschen mit Behausung lebten, so Häck. Um den Brunnen gab es damals keinen Wald, die Menschen haben Vieh- und Landwirtschaft betrieben. Im Boden ist auch rund 200 Jahre alte Keramik gefunden worden. In Klosterschriften aus dem Jahr 1739 war bereits ein Brunnen erwähnt. Häck will im kommenden Jahr selbst in den Brunnen hinabsteigen, Wasserproben nehmen und das Loch dokumentieren. mw