Im Gegensatz zu unseren Hinterlassenschaften kann man einen Kuhfladen kaum übersehen. Falls ihr in den Ferien also über eine Almwiese mit Kühen gewandert seid, konntet ihr dem großen Geschäft der Kühe wohl locker ausweichen. „Quakt ihr wirklich über Almas Kuhfladen?“, brummte Waschbär Waldemar, als er uns Enten am Ufer entdeckte. Dabei hob er die Pfote und drückte sich angewidert die Nase zu. „Es gibt keinen Grund, sich zu ekeln“, quakte Agnes. „In den Fladen legen Fliegen, Käfer und andere Tierchen ihre Eier ab“, quakte sie. Darin ist dann bald mächtig was los. In einem drei Tage alten Kuhfladen haben Wissenschaftler mehr als 4000 Insekten gezählt. „Wer braucht die Krabbler überhaupt?“, brummte Waldemar und verscheuchte eine Fliege, die auf seiner Nase gelandet war. „Sie dienen vielen Vögeln, Fledermäusen und anderen Tieren als Futter“, erklärte Agnes. Sie schnatterte uns, dass ein Rind auf der Weide in einem Jahr zehn Tonnen Kuhfladen produziert –und damit Futter und Unterschlupf für rund 100 Kilo Insekten liefert. Das überzeugte sogar Waldemar. „Nun, wenn das so ist“, brummte er und hob die Pfoten. „Dann soll die gute Alma ihre Fladen gerne einfach weiter auf den Boden platschen lassen.“ Eure Paula