von Redaktion

Vorgestern Nacht hat mich ein Rascheln aus dem Schlaf geweckt. Es war Igel Egon, der ausgerechnet neben meinem Nest nach Futter suchte. Am nächsten Morgen erzählte ich meinen Entenfreundinnen Agnes und Klara davon. „Ich frage mich, wo sich Egon tagsüber aufhält“, quakte ich. „Waldkauz Ulrich und Waschbär Waldemar schlummern dann meist in ihren Baumhöhlen. Doch wo wohnt Egon?“ Agnes zuckte mit den Flügeln. „Wo er sein Heim hat, kann ich dir nicht quaken“, schnatterte sie. „Ich weiß nur, wo Igel gerne wohnen.“ Allzu viel Mühe machen sie sich mit dem Hausbau nicht. „Sie suchen sich einfach eine versteckte, gut geschützte Stelle, etwa unter einem Gebüsch oder einer Hecke“, quakte Agnes. Damit sie es bequem haben, schleppen Igel noch ein paar Blätter und Gräser als Polster heran. „Das reicht ihnen auch schon“, quakte Agnes. „Igel wohnen in einem eher bescheidenen Heim.“ Das muss übrigens gar nicht an einem schönen See sein, wie das von Egon, dem Stachligen. Auch in der Stadt fühlen sich Igel daheim. Sie leben dann in Parks und in Gärten. Zu Gesicht bekommt man die Stacheltiere meist erst ab der Dämmerung. Im Herbst gehen vor allem Jungtiere aber manchmal schon tagsüber auf Futtersuche. Eure Paula

Artikel 11 von 11