von Redaktion

Vor ein paar Tagen war ich mal wieder bei Kuh Alma auf dem Bauernhof in der Nähe – mit meiner Entenfreundin Klara. „Muh mal, Alma: Vor wenigen Tagen war ich in den Bergen. Da sah ich eine große Gruppe Kühe ins Tal trotten, angetrieben von einigen Zweibeinern“, quakte ich. „Die Kühe trugen Glocken um den Hals. Auf dem Kopf hatten sie Schmuck aus viel Grün und einigen Blumen. Als sie das Dorf erreichten, blieben Zweibeiner stehen und haben dem festlichen Zug zugeschaut.“ Alma lachte. „Da hast du einen Almabtrieb beobachtet“, muhte sie. „Das heißt, dass die Bauern ihre Kühe von den Almen hinunter ins Tal treiben. Dort oben bleiben sie nur etwa von Mai bis September. Den kalten Winter verbringen sie in ihrem warmen Stall im Tal.“ Das Ende einer gelungenen Almsaison werde vielerorts gefeiert. „Die sogenannte Kranzkuh läuft bei so einem Almabtrieb an der Spitze“, muhte Alma. „Ihr Kopfschmuck ist größer und aufwendiger als der der anderen Rinder –und sieht fast aus wie eine Krone, meist mit Kreuz.“ Damit erbitten die Zweibeiner himmlischen Schutz für ihre Tiere und bedanken sich für die Zeit auf der Alm. In manchen Orten ist der Almabtrieb ein Spektakel, bei dem viele Touristen zuschauen. In normalen Jahren. Heuer ist alles etwas ruhiger. Eure Paula

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