Corona-Krise: Landkreis verliert 104 Millionen Euro

von Redaktion

Miesbach – Die Verluste durch den Lockdown im Tourismus lassen sich für den Landkreis Miesbach jetzt auch beziffern. Rund 104 Millionen Euro betragen voraussichtlich die Verluste im laufenden Jahr, berichtete Harald Gmeiner vom kommunalen Tourismusunternehmen Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS). „Der Verlust durch Umsatzausfall allein im März und April beläuft sich auf rund 53,1 Millionen Euro“, berichtete Gmeiner im Ausschuss für Kreisentwicklung. Prognosen weisen bis Ende des Jahres einen Umsatzverlust von 71 Millionen Euro bei den Beherbergungsbetrieben aus, weitere 33 Millionen sind es beim Tagestourismus. Zum Vergleich: Insgesamt beträgt die Wertschöpfung im Tourismus gut 500 Millionen Euro, die Verluste betragen somit rund 20 Prozent.

Doch es gibt auch eine gute Nachricht. „Im Juli und August haben wir wieder die Vorjahreszahlen erreicht“, sagte Gmeiner. „Ich bin optimistisch, dass das so weitergeht.“

Buchungen erfolgten jetzt deutlich kurzfristiger, und das Tagungsgeschäft habe sich erheblich reduziert. Kompensiert werde das von Gästen, die jetzt verstärkt auch außerhalb der Ferien anreisen.

In der Summe zählte die ATS von Januar bis August in den acht Gemeinden, die einen Kurbeitrag erheben, rund 1,23 Millionen Übernachtungen. Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum noch 1,64 Millionen.

STEPHEN HANK

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