München – Die 23-jährige Studentin Laura Steinke veranstaltet einen Wohltätigkeitslauf von München bis zur Zugspitze in Garmisch-Partenkirchen. Das gesammelte Geld wird für die Explosionsopfer in Beirut gespendet.
Steinke wollte einen Lauf veranstalten, der „auch unter den aktuellen Hygieneregeln möglich ist, und noch etwas Gutes damit tun“, wie die 23-Jährige erklärt. Sie organisierte den Lauf zusammen mit Mitgliedern eines studentischen Zusammenschlusses der Ludwig-Maximilians-Universität und der Technischen Universität in München, der CDTM genannt wird.
Steinke habe sich innerhalb der Vorbereitungen bei den anderen Mitgliedern von CDTM (Abkürzung für Center for Digital and Technological Management) umgehört und gefragt, welche Organisation sie unterstützen könne.
Einer ihrer Freunde von CDTM, Paul Schlag, habe seinen Bekannten Hussein in Beirut genannt. „Er hat eine Organisation namens Nation Station in Beirut gegründet“, sagt Steinke. Hussein arbeite dort in einer alten Tankstelle mit anderen Freiwilligen zusammen, um die Menschen, die von der Explosion betroffen sind, mit den notwendigsten Dingen zu versorgen. Damit die Spenden auch ankommen, wo sie sollen, wird Schlag das Geld persönlich nach Beirut bringen.
Mit der Planung haben Steinke und ihr Organisationspartner Alex Schmitt im August begonnen. „Die Läufer sind alle Mitglieder von CDTM“, sagt Steinke. Die Bereitschaft, für den guten Zweck mitzulaufen, sei in der Community groß gewesen. Die Läufer legen Streckenabschnitte zwischen sieben und 40 Kilometern zurück. „Auf jedem Abschnitt sind mindestens zwei Läufer. Die laufen aber nicht gegeneinander, sondern miteinander und motivieren sich“, sagt Steinke.
Der 150 Kilometer lange Staffellauf beginnt am kommenden Freitag, 9. Oktober, um 18 Uhr am Center von CDTM in der Nähe vom Hauptbahnhof in München. Am Samstag, 10. Oktober, kommen die 21 Läufer gegen Nachmittag auf der Zugspitze an. Gelaufen wird bei jedem Wetter. Nur das Stück zur Zugspitze wird bei ungünstigen Wetterverhältnissen – wie beispielsweise bei Schnee – nicht zurückgelegt. Gegebenenfalls wird das Stück dann per Zahnradbahn bewältigt, so Steinke.
„Die Zugspitzbahn war sehr zuvorkommend und hilfsbereit“, erklärt Steinke. Das Unternehmen habe die Preise für die mögliche Bergfahrt sowie die Talfahrt reduziert. Auch über die Hilfe der sieben Sponsoren ist Steinke glücklich.
Die Spendenbereitschaft ist bisher auch zufriedenstellend, so die 23-Jährige aus Tutzing (Landkreis Starnberg). Das Spendenziel lag bei 2962 Euro, das der Höhe der Zugspitze entspricht. Das Ziel sei bereits überschritten: „Wir haben bisher über 4000 Euro an Spenden gesammelt.“ Gespendet werden könne aber weiterhin über ein Formular auf der Webseite www.charityrun.cdtm.de. „Entweder man spendet einen Fixbetrag oder beispielsweise einen Euro pro Kilometer“, erklärt Steinke.
. FRANZISKA FLORIAN