Nürnberg – Die Deutsche Bahn baut für 400 Millionen Euro ein neues ICE-Instandhaltungswerk in Nürnberg. In dem neuen Werk sollen ab 2028 bis zu 25 Züge täglich gewartet und instand gesetzt werden können. Für das Werk, das künftig 450 Bahn-Technikern Arbeit geben soll, sei ein Raumordnungsverfahren gestartet worden, teilte die Deutsche Bahn in Nürnberg mit. Das Werk soll komplett klimaneutral arbeiten.
„Die Deutsche Bahn ist unser Top-Akteur für Klimaschutz und zukunftsfeste Jobs“, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) in Nürnberg. Die Bundesregierung investiere in den Ausbau der Schiene so viel wie nie zuvor. Von 2022 an werde die Bundesregierung erstmals mehr Geld für die Instandsetzung der Schienen ausgeben als für die der Straßen.
Die Deutsche Bahn werde für den Ausbau ihrer Fernverkehrsflotte bis 2026 rund 8,5 Milliarden Euro investieren, kündigte der für Fernverkehr zuständige Bahn-Vorstand Berthold Huber an. Unter anderem sollen 167 neue ICE-Züge angeschafft werden. Für die Werkstatt werde ein Standort nahe der ICE-Gleise im Nürnberger Stadtteil Fischbach favorisiert. Das Problem: Dort müssten bis zu 40 Hektar Wald gerodet werden. Die bayerische Staatsregierung will als Ausgleich der Bahn 300 Hektar Wirtschaftswald zur Verfügung stellen, die dann zu Naturwald umgewidmet werden könnten, wie Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) sagte.
Nürnberg gilt als traditionsreicher Eisenbahn-Standort. Derzeit arbeiten in Nürnberg 5000 Eisenbahner in DB-Werken, unter anderem an der Instandhaltung von Zügen. Auch die Münchner S-Bahn-Züge werden in Nürnberg modernisiert. mm/lby