Es war ein windiger Herbsttag, als wir Enten über eine Wiese watschelten. Plötzlich hörten wir wildes Getrampel kleiner Füße. „Schaut mal da!“, schnatterte Agnes und zeigte mit dem Flügel in Richtung eines Feldweges. Ein Bub und ein Mädchen rannten da auf die Wiese. Jedes Kind hatte ein buntes Ding in der Hand. „Passt auf, die lassen gleich ihre Drachen steigen“, quakte ich. Klara dachte an echte, feuerspeiende Drachen und wollte schon wegflattern. Ich hielt sie zurück und deutete auf das Mädchen, das jetzt eine Spindel mit aufgewickelter Schnur in die Hand nahm. Ein Stück der Schnur hatte sie abgewickelt. Ein Ende hing an einem roten Ding. „Das ist auch ein Drachen und der ist ungefährlich“, quakte ich. Den nahm das Mädchen nun in die rechte Hand, warf ihn ein Stück in die Luft und rannte los. Schnell wurde der Drachen vom Wind erfasst und stieg immer höher. Bald flog er so hoch, dass das Mädchen nicht mehr rennen musste. Der Drachen blieb von allein in der Luft. „Wie schön!“, quakte Klara. Eure Paula