Staatssekretär verteidigt Versetzung

von Redaktion

Gesundheitsamtschef soll in „ganz zentralen Bereich“ wechseln

München/Aichach – In der Affäre um den gegen seien Willen versetzten Leiter des Gesundheitsamtes Aichach-Friedberg, Friedrich Pürner, hat sich jetzt auch das bayerische Gesundheitsministerium geäußert. Staatssekretär Klaus Holetschek (CSU) wies den Eindruck zurück, Pürner sei strafversetzt worden. Stattdessen werde der bisherige Leiter des Gesundheitsamtes seine Erfahrung künftig am Landesamt für Gesundheit (LGL) in einem neu geschaffenen Sachgebiet einbringen, das sich mit Fragen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes befasst. Das sei ein „ganz zentraler Bereich“, sagte Holetschek.

Pürner indes hatte erklärt, er sei erst am Dienstag telefonisch über seine Versetzung unterrichtet worden, mit der er nicht einverstanden sei. Dienstbeginn am LGL – Dienststelle Oberschleißheim – soll schon am kommenden Montag sein. Der SPD-Landtagsabgeordnete Harald Güller sagte der „Augsburger Allgemeinen“, die Versetzung Pürners sei „ein fataler Fehler der Staatsregierung und insbesondere des Ministerpräsidenten“. Sie sei „eine Strafversetzung“ und der „Versuch“, Pürner „mundtot“ zu machen. Er stimme aber mit Pürner nicht immer überein. Auch die AfD im Landtag forderte, die Versetzung rückgängig zu machen.  dw/hor

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