von Redaktion

Es ist schon etwas her, dass es Waldemar voll erwischt hat: Der Waschbär wurde auf dem Rückweg vom Dorf von einem Regenguss überrascht. „Hast du ein Bad genommen?“, fragte meine Freundin Klara, als er bei uns Enten am See ankam. Statt einer Antwort schüttelte Waldemar sein nasses Fell – und nun standen wir Enten plötzlich „im Regen“. So fühlte es sich zumindest an, als uns Waldemar Wassertropfen aus seinem Fell entgegenschleuderte. „Das ist ja wie im Regenwald“, schimpfte Klara. „So, jetzt ist mir wohler“, brummte Waldemar. „Regenwald? Wenn es da immer so ist, will ich da nicht hin.“ Agnes lachte. „Auch im Regenwald regnet es nicht von früh bis spät“, quakte sie, „allerdings jeden Tag und dann kräftig.“ Waldemar schüttelte sich. Schuld ist die Sonne, die dort besonders kräftig scheint. „Ein großer Teil des Wassers verdunstet sofort wieder“, quakte Agnes. „Daraus bilden sich hoch über den Baumwipfeln neue Wolken.“ Sobald die Wasserlast zu schwer ist, laden sie die in einem neuen Regenguss ab. „Der Kreislauf beginnt jeden Tag von Neuem“, quakte Agnes. Und: Weil es im Regenwald immer warm und feucht ist, behalten die Bäume ihre Blätter ganzjährig. „Nicht wie bei uns, wo sie im Winter mit nackten Ästen dastehen.“ Eure Paula

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