Sorgen nach Schließung der Geburtsstation in Schongau

von Redaktion

Nach dem Corona-Ausbruch im Schongauer Krankenhaus wurde auch die Geburtenstation geschlossen. Für werdende Mütter und die Hebammen hat das massive Folgen. „Viele Mütter haben Angst“, sagt Andrea Reis von der Hebammenpraxis in Peiting. Gerade Frauen, bei denen die Geburt des zweiten oder dritten Kindes ansteht, fürchten, dass es schnell geht und sie den weiteren Weg zu den Krankenhäusern in den anderen Landkreisen nicht mehr schaffen könnten. Zudem fehle es in den anderen Kliniken an persönlicher Betreuung, weil die Hebammen dort total überlastet seien, berichtet Reis. So soll das Landsberger Krankenhaus bereits vorgefühlt haben, ob Schongauer Hebammen dort in der Geburtshilfe einspringen könnten. Hebamme Theres Waldmüller aus Pähl hat sich auf Hausgeburten spezialisiert. Und sie beobachtet, dass sich in der Pandemie immer mehr Frauen zu einer Geburt in den eigenen vier Wänden entschließen. Viele Schwangere würden sich aktuell daheim sicherer fühlen. Auch die Möglichkeit der ambulanten Geburt werde häufiger genutzt – dabei geht es sechs Stunden nach der Geburt mit dem Neugeborenen wieder nach Hause. Allerdings stoßen auch dort die Hebammen, die derzeit noch ihren Dienst ausüben können, an ihre Grenzen bei der häuslichen Betreuung. Hebammen und Schwangere aus der Region hoffen nun, dass die Schongauer Geburtshilfe so schnell wie möglich wieder geöffnet werden kann. Doch wann es soweit ist, bleibt weiter offen.  bas

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