Als Wetterente habe ich immer alle Flügel voll zu tun – im Advent besonders. „Paula, machst du einen Ausflug mit mir?“, fragte neulich meine Entenfreundin Klara. „Das würde ich gern“, quakte ich. „Schaffe ich aber leider nicht, denn ich muss noch Geschenke besorgen. Der Advent vergeht heuer wieder wie im Flug.“ Klara wusste nicht, was ich meine. „Advent – was ist das für ein komisches Wort?“, fragte sie. „Das weiß doch jedes Küken“, quakte ich. „Gemeint sind die vier Wochen bis Weihnachten. Warum der Advent aber so heißt, musst du Waldkauz Ulrich fragen. Der weiß das bestimmt. Jetzt muss ich aber los.“ Als ich zurück am See war, traf ich Klara wieder. „Ich weiß jetzt, was ,Advent‘ bedeutet“, quakte sie. „Ulrich hat mir verraten, dass es aus dem Lateinischen kommt.“ Von „adventus“, das „Ankunft“ bedeute. Gemeint ist damit die Geburt von Jesus Christus, die wir an Weihnachten feiern – seine Ankunft auf der Erde also. „Auf die bereiten sich Christen in der Adventszeit innerlich vor“, quakte Klara. Dazu gehörte früher auch das Fasten. So reichte die adventliche Fastenzeit vom Martinstag bis Dreikönig. Inzwischen ist der Advent kürzer. Er beginnt am Vorabend des vierten Sonntags vor Weihnachten und reicht bis Heiligabend. Eure Paula