„Raus aus den Federn, Paula, Wir müssen dir was zeigen!“ So weckten mich meine Entenfreundinnen Klara und Agnes früh am Morgen. „Siehst du den Zweibeiner da drüben?“, fragte Klara und deutete mit dem Flügel in Richtung Waldrand. Als ich hinüberschaute, entdeckte ich einen Zweibeiner auf einem Feldweg – eine dunkle Gestalt, die eine Art Bürste um die Schulter hängen hatte. „Als er sich vorhin umgesehen hat, haben wir gesehen, dass nicht nur seine Kleidung so dunkel ist“, quakte Klara. „Sein Gesicht war voller schwarzer Farbe. Wir haben uns erschreckt.“ Ich lachte. „Vielleicht wird uns das neue Jahr mehr Glück bringen“, schnatterte ich. „Das ist nämlich ein Kaminkehrer.“ Wie der Name verrät, reinigt er Feuerstätten und Kamine. „Kaminkehrer gelten bei Zweibeinern als Glücksbringer, weil ihre Arbeit wichtig ist“, quakte ich. „War früher der Kamin verstopft oder zog der Holzofen schlecht, konnte man weder warmes Essen zubereiten noch wurde es warm im Haus.“ Man konnte sich gar vergiften, wenn sich beim Heizen gefährliche Gase in der Stube sammelten. Hatte sich zu viel Ruß angesammelt, konnte sich der entzünden und zu einem Brand führen. Da war es ein Glück, wenn der Kaminkehrer all das mit seiner Arbeit verhinderte. Eure Paula