München – Den letzten Tag des Jahres haben erneut viele Ausflügler genutzt, um sich auf an die frische Luft in Bayerns Natur zu machen. Im Königswinkel im Allgäu schnürten die Polizeibeamten laut Mitteilung sogar die Schlittschuhe, um die vielen und teils weit angereisten Ausflügler auf dem Schwansee bei Schwangau auf die geltenden Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen hinzuweisen.
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Bayern ist am Neujahrstag um 3743 gestiegen, wie das Landesamt für Gesundheit mitteilte. Am Freitag vergangener Woche, ebenfalls ein Feiertag, waren 2758 Fälle gemeldet worden. Insgesamt seien die Fallzahlen aktuell aber schwer zu vergleichen, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) betont. Denn während der Feiertage und um den Jahreswechsel werden wahrscheinlich weniger Menschen getestet und möglicherweise übermitteln nicht alle Ämter ihre Daten. Die Sieben-Tage-Inzidenz für Bayern lag laut RKI am Freitag bei 164,9.
Zu einem größeren Corona-Ausbruch kam es in der Klinik Wartenberg im Landkreis Erding. Mehrere Patienten und Mitarbeiter einer Reha-Station wurden positiv getestet, wie die Kliniksprecherin mitteilte. Wie das Virus in die Einrichtung gelangen konnte, war zunächst unklar.
Die Stadt Coburg in Oberfranken hat unterdessen wegen weiterhin steigender Infektionszahlen ihre Corona-Regeln noch weiter verschärft. Dort dürfen sich ab sofort nur noch zwei konkret benannte Haushalte gegenseitig besuchen. Man müsse sich also auf einen Haushalt festlegen, mit dem man sich trifft, teilte die Kommune mit. Gottesdienste in Gebäuden wurden verboten. Coburg verzeichnete am Freitag laut RKI mit 482,1 den höchsten Inzidenzwert in ganz Bayern. mm/lby