15 Landkreisen droht der Bewegungsradius

von Redaktion

München – In Bayern lagen laut Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag 15 Städte und Landkreise über der kritischen Marke von 200 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Ab dieser Grenze soll die Regel gelten, die den Aktionsradius von Menschen in Corona-Hotspots auf 15 Kilometer um den Wohnort herum begrenzen soll.

Die bayerische Staatsregierung hatte diesen Vorschlag der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch übernommen. Menschen aus Landkreisen oder kreisfreien Städten mit einer Inzidenz von mehr als 200 dürfen sich künftig zunächst bis Ende Januar nur mit triftigem Grund weiter als 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen. Ein solcher ist etwa eine Fahrt zum Einkaufen, nicht aber ein touristischer Tagesausflug.

Die höchste Inzidenz in Bayern wies am Donnerstag laut RKI der Landkreis Wunsiedel mit 291,8 auf, in Oberbayern hat das Berchtesgadener Land die höchste Inzidenz (256,8). Bayernweit lag die Inzidenz bei 121,7. Die Zahlen gelten wegen des Meldeverzugs und womöglich weniger Tests über die Feiertage weiterhin als nur bedingt aussagekräftig. Zudem weichen die RKI-Zahlen teilweise weiter von den örtlichen Berechnungen ab. Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen etwa lag die vom Landesamt für Gesundheit berechnete Inzidenz bei 111, während das RKI einen Wert von 89 angab. lby/mm

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