Pfaffenhofen/Ilm – Zu einem ungewöhnlichen Schritt im Kampf gegen das Corona-Virus hat sich der Pfaffenhofener Zahnarzt Dr. Maximilian Weiland entschlossen: Er bestellte die Mitarbeiter seiner beiden Praxen am Samstag zum Impfen ein – zwangsweise. In einer von seiner Praxismanagerin zuvor verschickten SMS hieß es laut Donaukurier: „Es werden alle Mitarbeiter und Zahnärzte geimpft. Wer die Impfung nicht möchte, wird ohne Gehalt von der Arbeit freigestellt.“
Tatsächlich fand sich ein Großteil der Beschäftigten am Samstagnachmittag im Impfzentrum des Landkreises in Reisgang ein. Nach Informationen unserer Zeitung wurden von 38 bestellten Impf-Dosen nur vier nicht verimpft, weil die Mitarbeiterinnen krank waren oder Antibiotika eingenommen hatten.
Der Zahnarzt verteidigte seine weder vom Grundgesetz noch vom Arbeitsrecht gedeckte Maßnahme: „Ich ziehe das durch. Ich habe mich wirklich damit auseinandergesetzt. Ich stehe sehr hinter dieser Impfung. Wer in Zukunft in einem medizinischen Beruf arbeiten will, wird sich impfen lassen müssen“, sagte Weiland dem Donaukurier. Dass die SMS unglücklich formuliert worden sei, räumte er aber ein.