München – Seit Mitte Dezember kein Präsenzunterricht mehr, dazu ruckeliger Digitalunterricht – da war es nur logisch, dass sich die Prüfungstermine an den Schulen verschieben werden. Am Montag hat das bayerische Kultusministerium den neuen Terminplan bekannt gegeben. Er steht noch unter einem Vorbehalt: Sollten die Schulen pandemiebedingt noch länger als bis Ende Januar geschlossen bleiben, könnte es weitere Verschiebungen geben. Vorerst aber gilt nun Folgendes:
Grundschule: Die Zahl der Probearbeiten wird wie schon berichtet von 18 auf 14 reduziert – was allerdings bedeutet, dass jede Probe in Mathe, Deutsch und HSU mehr zählt. Der Termin für das Übertrittszeugnis wird vom 3. Mai auf den 7. Mai 2021 verlegt.
Mittelschule/Mittlerer Schulabschluss: Die Prüfungen beginnen statt am 22. Juni am 6. Juli. Im Fach Muttersprache bleibt es beim 23. Juni als Prüfungstermin.
Qualifizierender Abschluss der Mittelschule: Die Quali-Prüfungen beginnen statt am 28. Juni nun erst am 12. Juli. Im Fach Muttersprache bleibt es beim 25. Juni als Prüfungstermin.
Realschule: Die schriftlichen Prüfungen beginnen nicht wie zunächst geplant am 22. Juni, sondern erst am 6. Juli. Die zentralen mündlichen Prüfungen in den Fremdsprachen werden ebenso nach hinten verschoben.
Wirtschaftsschule: Die schriftlichen Prüfungen beginnen statt am 18. Juni am 2. Juli.
FOS/BOS: Beginn der schriftlichen Prüfungen ist nun am 17. Mai (statt 10. Juni).
Gymnasium: Bereits bekannt war, dass die Abiturprüfungen sich um zwei Wochen verschieben und am 12. Mai starten. Neu ist, dass in der Q11 und Q12 das erste Halbjahr entsprechend verlängert wird, „um diesen Ausbildungsabschnitt gut abschließen zu können“, wie das Ministerium betont. Die Zahl der Klausuren im zweiten Halbjahr wird deutlich reduziert: Schulaufgaben finden nur in Deutsch, Mathematik und einer fortgeführten Fremdsprache (Q11) statt, in der Q12 nur in den drei schriftlichen Abiturfächern.
Kultusminister Michael Piazolo (FW) betonte, die Termine seien mit Lehrer- und Elternverbänden abgesprochen. „Ich weiß, dass sich viele eine schnelle Rückkehr zur Normalität wünschen.“ Die Corona-Pandemie lasse dies aber nicht zu. dw