Familie erkrankt an Tuberkulose

von Redaktion

Bad Tölz-Wolfratshausen – Auf einem Bauernhof im nördlichen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen hat es einen Rindertuberkulose-Ausbruch gegeben (wir berichteten). Bei einem Viertel der Tiere war das Bakterium nachzuweisen. Alle Rinder mussten getötet werden. Außerdem sprang das Bakterium wohl auf die Familie über – ein „ungewöhnlicher Vorgang“, wie Georg Unterholzner, Veterinär des Landratsamtes, erklärte. Ein Test beim Sohn, der in die Geretsrieder Realschule geht, sowie bei den Eltern verlief positiv. Der Bub zeigt laut Landratsamt keine Symptome und wird medizinisch behandelt. Die Ansteckungsgefahr für seine Mitschüler ist laut den Behörden gering. Als Indiz dafür gilt, dass das Bakterium im Sputum unter dem Mikroskop nicht direkt zu sehen war. Sicherheitshalber werden jedoch auch seine Mitschüler und Lehrer getestet. Darum kümmern sich die Hausärzte. In den letzten Jahrzehnten galt die Krankheit bis auf wenige Einzelfälle als ausgerottet.  vu

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