Peißenberg – „Sehr geehrter Herr Scheuer, nachdem ich von Ihrer ,Soforthilfe‘ für Fam. Seebauer aus Vierkirchen erfahren habe, versuche ich nun auch im Namen meiner Familie das Glück direkt bei Ihnen“ – so beginnt das Schreiben von Kerstin Härtle an den Bundesinternetminister. Die Härtles wohnen mit ihrer Landwirtschaft und angeschlossener Schreinerei im Außenbereich von Peißenberg (Kreis Weilheim-Schongau). Seit 2017 bemüht sich die Familie um einen Glas-faseranschluss – bisher vergebens. „Wir haben Datenraten von 6 bis 8 Mbit im Download“, sagt Kerstin Härtle. Das ist zu wenig für die beiden Söhne: Sohn Quirin studiert, ist aber derzeit auf reine Online-Lehre verwiesen. Der Sohn Elias besucht die BOS, derzeit nur im Digitalunterricht. So zumindest die Theorie. Wenn der Vater für seine Schreinerei online geht, bricht alles zusammen.
In der Praxis müssen beide Söhne „ausgelagert“ werden, zu Freunden oder auch zu Oma und Opa. Kerstin Härtle hofft, dass Scheuer auch hier helfen kann. „Wichtig ist uns auch, dass wir eine unterirdische Versorgung bekommen“, betont sie. Denn die bestehende Telefon-Oberleitung wurde schon des Öfteren von unvorsichtigen Lkw-Fahrern gekappt. dw