SPD kritisiert „Schneckentempo“ beim Bahnausbau

von Redaktion

München – Der Münchner SPD-Abgeordnete Florian von Brunn mahnt mehr Tempo beim Ausbau eingleisiger Bahnstrecken an. Derzeit sind in Oberbayern nur wenige Ausbauvorhaben in qualifizierter Planung, ergab eine Landtags-Anfrage des Abgeordneten.

Genannt wurden vom bayerischen Verkehrsministerium folgende Projekte: Eichenau–Pasing (drei- statt zweigleisig), Daglfing–Johanneskirchen (viergleisig), Seefeld/Hechendorf–Steinebach (zwei- statt eingleisig), St. Koloman (zweigleisiger Begegnungsabschnitt), Markt Schwaben–Ampfing sowie Tüßling–Freilassing (jeweils zweigleisiger Ausbau). Andere Strecken fehlen, wie etwa der Ausbau der S1 südlich von Freising oder die Planung zweigleisiger Abschnitte auf der Werdenfels-Strecke südlich von Tutzing – hier hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) konkrete Planungen versprochen, die aber noch auf sich warten lassen.

„Der zweigleisige Ausbau vieler Bahnstrecken muss im Flächenland Bayern endlich beschleunigt werden“, fordert von Brunn. „Das Schneckentempo, in dem Herr Scheuer hier unterwegs ist, geht voll zulasten von Pendlern und Klimaschutz. Und auch der Ausflugsverkehr rollt natürlich weiter auf der Straße, wenn das Bahnangebot nicht zügig ausgebaut wird!“  dw

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