In Kreuth (Kreis Miesbach) verschärft sich ein Streit um die Wildtierfütterung. Der Naturschutzverein Wildes Bayern hat gegen die Revierinhaber Anzeige erstattet – wegen nicht erfolgter Versorgung von Rot- und Rehwild in Futternot. Weder Rehe noch Rotwild könnten aus den Berglagen in die natürlichen Wintergebiete ziehen. Das Jagdgesetz schreibe vor, dass dann für das Wild Sorge getragen werden müsse, argumentiert der Verein. Bereits vor zwei Jahren hatten die Naturschützer rechtliche Schritte gefordert, das Landratsamt erstellte damals ein Fütterungskonzept. Doch umgesetzt wurde es nicht. Der Jagdverantwortliche Werner Winkler weist die Vorwürfe zurück. Es gäbe eine Rotwildfütterung, die gut angenommen werde. Eine zusätzliche Fütterung wäre nicht nötig. gr
Beim BRK Erding ist ein bundesweites Pilotprojekt gestartet. In 15 Gemeinden des Landkreises gibt es nun einen Pflegekrisendienst, den der Landkreis ausgeschrieben hat. Zwischen 9 und 20 Uhr stellt er Pflegefachkräfte zur Verfügung. Sie wollen im Ernstfall binnen 90 Minuten bei einem akuten Pflegefall sein. Die Betreuung wird maximal fünf Tage dauern – bis ein ambulanter Pflegedienst oder eine andere Betreuung gefunden ist. Das neue Angebot greift nur in akuten Notlagen. ham
Am Landgericht Nürnberg-Fürth hat gestern der Prozess gegen einen 33-Jährigen begonnen, der einen anderen Mann im Streit vor eine einfahrende U-Bahn gestoßen hat. Ihm wird versuchter Totschlag vorgeworfen. Der Angeklagte räumte am ersten Prozesstag die Tat ein und entschuldigte sich beim Opfer. lby