„Bin ich froh, dass ich zurück am See bin“, krächzte neulich Waldkauz Ulrich. Er hatte einen Ausflug gemacht – und hatte sich dabei hoffnungslos verflogen. „Ich war in einer Stadt mit großem Marktplatz und Kirche, in der ich nie zuvor gewesen bin“, krächzte er. „Da hast du dich diesmal wohl sauber verfranzt“, quakte meine Entenfreundin Agnes. „Verfranzt?“, fragte Ente Klara. „Was soll denn das heißen?“ Agnes erklärte es ihr. „Sich verfranzen heißt, dass man sich verfliegt oder allgemein: dass man sich verirrt“, quakte sie. „Warum das?“, fragte Klara. „Du weißt doch, dass Zweibeiner im Winter Schals tragen, oft solche mit langen Fransen“, krächzte Ulrich. „Es gibt Zweibeiner, die sich für immer in diesen Fransen verfransen.“ Klara war entsetzt. „Lass dich doch nicht von Ulrich auf den Flügel nehmen“, quakte ich. „Der wahre Grund ist allerdings fast noch seltsamer.“ Als die Zweibeiner vor mehr als hundert Jahren gerade gelernt hatten mit Flugzeugen zu fliegen, nannte man im Ersten Weltkrieg den Piloten „Emil“ und seinen Co-Piloten „Franz“. Dessen Aufgabe: auf den Weg achten. Passte der „Franz“ nicht richtig auf, verflogen sich beide. Schuld war aber Franz, darum sagte man „sich verfranzen“, wenn sich jemand verflog. Eure Paula