Garmisch-Partenkirchen – Nach der erneuten Lockdown-Verlängerung hat die Bayerische Zugspitzbahn Konsequenzen gezogen: Sie sagte endgültig die Wintersaison für das Skigebiet Garmisch-Classic ab, das an den vergangenen Wochenenden Schauplatz des alpinen Skiweltcups war. Die anhaltende Unsicherheit sei einfach zu groß, teilte die Bahn gestern mit. „Wir haben alle Argumente abgewogen. Der organisatorische und finanzielle Aufwand, um das Skigebiet startklar zu machen, ist immens hoch“, sagt Vorstand Matthias Stauch.
Die Skisaison auf der Zugspitze sei aber noch nicht abgeschrieben. Derzeit seien die Pistenverhältnisse, die Wetter- und Schneelage ideal. Ob und wann die Saison dort aufgenommen werden könne, hänge von den weiteren Entscheidungen der Politik ab. Sofern es die Bedingungen zuließen, könnte der Skibetrieb in Deutschlands höchstgelegenem Skigebiet bis in den Mai hinein verlängert werden. Sobald behördlich möglich, solle auch die Wankbahn ihren Betrieb wieder aufnehmen. So könnte der Wank Rodlern und Winterwanderern über das teilweise Saison-Aus hinweghelfen.
Im Skigebiet Alpenplus hofft man noch auf eine Öffnung in diesem Winter. „Wir rechnen zwar auch nicht damit, dass wir direkt am 8. März öffnen können, bleiben aber bereit“, sagt die Sprecherin Antonia Asenstorfer. Gerade die Skigebiete Spitzingsee und Sudelfeld könnten noch bis in den April hinein genutzt werden. Finanziell sei die Saison zwar längst verloren. „Aber wir haben viele Mitarbeiter in Kurzarbeit und möchten ihnen zumindest eine Perspektive lassen.“ lby/kwo