Peiting – Das Alarmierungssystem E-Call hat nach einem schweren Unfall auf der B 23 bei Peiting (Kreis Weilheim-Schongau) vielleicht Schlimmeres verhindert. Gegen 21 Uhr war am Samstagabend eine 21-jährige Frau aus Schongau mit ihrem Kleinwagen auf der Bundesstraße verunglückt. Der Wagen schlitterte in einer Kurve in einen Graben, der von der Straße aus wegen dichten Gestrüpps kaum einsehbar war. Bei dem Unfall brach sich die junge Frau den Arm und wurde eingeklemmt.
Wie Kreisbrandinspektor Ludwig Fernsemmer berichtet, landete der E-Call bei einem Citroen-Service-Dienstleister in Österreich, der wiederum die Polizei in Schongau verständigte. Das ist zwar nicht ganz das, was man sich bei E-Call erhofft – einen direkten Alarm beim Notruf 112 –, aber zum Glück funktionierte die Alarmierungskette auch über den Umweg Österreich. Aufgrund der zerbrochenen Scheiben wäre die Frau sonst der Kälte von fast minus 20 Grad ungeschützt ausgesetzt gewesen.
E-Call meldete auch, dass sich die Frau einen Arm gebrochen hatte, nicht jedoch, das sie eingeklemmt war. Am Unfallort eingetroffen, funktionierte die Rettungskete aber. Die Peitinger Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an, sie schnitt den Graben frei und befreite die Frau. Sie kam ins Unfallklinikum Murnau. ELKE ROBERT