Für 400 Millionen Euro kaufte das Gesundheitsministerium bereits im Januar sogenannte monoklonale Antikörper – neue Corona-Medikamente, die in der Frühphase schwere Verläufe verhindern sollen. Weltweit läuft zurzeit die Forschung auf Hochtouren, um weitere Medikamente zur Covid-19-Behandlung zu finden. Dieses „eine Medikament“ wird es wohl eher nicht geben, da auch die Sars-CoV-2 Infektionen völlig unterschiedliche Verläufe annehmen. Die gute Nachricht: Viele Medikamente mit Potenzial für Weiterentwicklungen gibt es bereits. Die erste hoffnungsvolle Gruppe umfasst antivirale Medikamente, die bereits gegen Grippe, Ebola, Hepatitis und verwandte Viren des neuen Erregers eingesetzt werden. Sie verhindern, dass das Virus in die menschlichen Zellen eindringt und sich dort vermehrt. Die Universität Stockholm zum Beispiel testet in Kooperation mit anderen europäischen Forschern bereits seit Mai 2020 neue Substanzen, die das Virus auf molekularer Basis binden und zerstören sollen. Einen weiteren Ansatz bieten Antikörper, die das Virus ausschalten sollen. Eine dritte Möglichkeit bieten sogenannte Immunmodulatoren, die zerstörerische Reaktionen des Immunsystems verhindern – wie etwa heute schon bei bestimmten schweren Rheuma-Erkrankungen. dop