Manche meiner gefiederten Freunde fliegen im Winter in wärmere Regionen. Zu den weniger reiselustigen Gesellen gehört bei uns auch der Zaunkönig. Neulich, als es so kalt war, machte ich mir ein wenig Sorgen um die kleinen Singvögel. „Wie sie wohl mit der Kälte klarkommen?“, fragte ich mich. Wir Enten sind recht robust. Wir haben ein warmes Federkleid und eine dicke Fettschicht. Zaunkönige sehen aber zart und zerbrechlich aus. „Die Armen müssen bei Kälte sicher zittern“, quakte ich. Ich beschloss daher, der Sache auf den Grund zu watscheln und machte mich auf zu einer Hecke. Darin wohnt Zaunkönigin Susi. Sie hatte mich gleich entdeckt. „Wir haben ein warmes Unterkleid aus flauschigen Daunen und wetterfeste Deckfedern darüber“, verriet sie mir. „Das schützt uns hervorragend vor Kälte. Wenn wir uns aufplustern, halten uns die kleinen Luftpolster zwischen den Federn richtig warm“, zwitscherte Susi und machte es vor. Sie sah jetzt fast aus wie eine kleine Kugel. „Ist es sehr kalt, übernachten wir an windgeschützten Stellen im Gebüsch oder halten uns in Baumhöhlen auf“, verriet sie mir. „Zum Schlafen kuscheln wir uns dicht zusammen und halten uns gegenseitig warm. In solchen Kuschelgruppen wärmen wir uns nachts – das spart Energie.“ Eure Paula