Schwandorf – In der Oberpfalz haben nach Angaben des Landratsamtes Schwandorf in einem Pflegeheim mindestens 20 nicht berechtigte Personen eine Corona-Impfung erhalten. Wie der Sprecher der Kreisbehörde gestern berichtete, habe das Heim die Impf-Kandidaten als Mitarbeiter ausgegeben, damit die Betroffenen eine Dosis erhielten. Tatsächlich habe es sich nur um Angehörige von Mitarbeitern des Heims gehandelt. Der Schwindel war wegen Namensdoubletten aufgefallen, als die Geimpften nachträglich ins Computersystem aufgenommen wurden. Das Landratsamt hat den Vorfall den Aufsichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft gemeldet. Diese Stellen müssten nun entscheiden, ob es Konsequenzen gibt.
Unterdessen haben 78 Prozent der Bewohner von Alten- und Pflegeheimen in Bayern die erste Impfung gegen Corona erhalten. Rund 100 000 Bewohner hätten sich seit Ende Dezember impfen lassen, teilte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) gestern mit. 69 000 von ihnen hätten bereits die zweite Impfdosis erhalten und verfügten damit über den vollen Immunschutz. Die Mobilen Impfteams haben laut Gesundheitsministerium bereits 98 Prozent der Alten- und Pflegeheime in Bayern besucht. Von den Beschäftigten dort habe sich knapp die Hälfte (47 Prozent) schon impfen lassen. lby