von Redaktion

Jetzt, wo der Schnee wieder weg ist, flitzen häufig Eichhörnchen über die Wiese am See. Sie huschen dann am Boden hin und her und graben hier und da in der Erde – als würden sie etwas suchen. So machte es neulich auch Eichhörnchen Anina. „Hast du was verloren?“, fragte ich. „Ich suche nur meine Vorräte, die ich für den Winter vergraben habe“, verriet sie mir. Denn Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf, sondern nur Winterruhe. Das heißt: Sie schlafen zwar viel, müssen aber täglich ein bis zwei Stunden raus aus aus ihrem warmen Heim. Dann suchen sie nach den Vorräten, die sie im Herbst angelegt haben, als es noch reichlich Nüsse und andere Leckereien gab. „Die vergraben wir neben Baumstämmen und Sträuchern oder verstecken sie in Spalten“, sagte Anina. „Wie findest du deine Vorräte wieder?“, wollte ich wissen. „Hast du so ein gutes Gedächtnis?“ Anina lachte. „Aber nein“, sagte sie. „An die genaue Lage unserer Verstecke erinnere ich mich nicht. Ich verlasse mich da auf meinen Geruchssinn.“ Weil sie nicht alle Vorräte wiederfinden, legen Eichhörnchen besonders viele an. „Die Samen, die ich nicht finde, fangen im Frühjahr zu keimen an“, erklärte mir Anina. „Dann wachsen neue Bäume und Sträucher. Jetzt muss ich aber weiter!“ Eure Paula

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