von Redaktion

Vor gut einer Woche war es noch richtig kalt am See. Als ich an der Biberburg von Frau Dr. Raspelzahn vorbeiwatschelte, bemerkte ich einen Strauch. An den kahlen, schwarzen Äste hingen leuchtend rote Beeren, die von Schnee bedeckt waren. „Das sind die Beeren des Schneeballstrauchs“, hörte ich eine Stimme hinter mir. Ich drehte mich um und sah die Biberin. „Beeren gibt´s doch sonst nur im Sommer oder Herbst.“ Frau Dr. Raspelzahn lachte. „Das hier sind die Früchte einer Gruppe winterharter Pflanzen, die man auch Winterbeeren nennt“, sagte sie. „Wie kommt es, dass diese Beeren im Winter wachsen?“, fragte ich. „Eigentlich wachsen die Früchte des Schneeballstrauchs von August bis November. Danach bleiben die roten Beeren aber an den Sträuchern hängen“, sagte die Biberin. „Seinen Namen hat der Strauch aber von seinen Blüten, die er von Mai bis August trägt. Sie sehen aus wie große weiße Bälle – wie Schneebälle.“ Die meisten Winterbeeren blühen im Frühling und bilden ihre Beeren im Herbst. Das gilt auch für die orangerote Hagebutte, die orangegelben Beeren des Sanddorn oder die lila Schönfrucht, erzählte die Biberin weiter. „Aber Vorsicht: Einige Winterbeeren sind giftig, vor allem für Zweibeiner.“ Eure Paula

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