von Redaktion

Noch vor ein paar Wochen war die Wand unter einer Brücke am Dorfrand weiß. Doch als Waschbär Waldemar und ich gestern dort vorbeikamen, hatte sie Farbe bekommen: „Corona, hau ab!“ stand da in schwungvollen roten Buchstaben, die drei Enten hoch waren. „Das sieht aber schön aus“, brummte Waldemar begeistert. „Und schau, da drüben ist noch sowas.“ Ich nickte. „Das sind Graffiti“, quakte ich. „Nett von den Zweibeinern, dass sie jetzt auch draußen Bilder malen“, brummte Waldemar. „So haben wir Tiere auch was davon.“ Ich lachte. „Das sehen viele Zweibeiner ganz anders“, schnatterte ich. „Man darf nicht ohne Erlaubnis Farbe auf Wände sprühen, die einem nicht gehören – selbst wenn es so gut aussieht wie hier.“ Waldemar nickte. „Das verstehe ich“, brummte er. „Sind diese Graffiti ein neuer Trend?“ Ich schüttelte den Kopf. „Aber nein“, quakte ich. „Solche Bilder gibt es schon lang.“ Das Wort kommt aus dem Italienischen und bedeutet „Schraffur“ oder „in Stein Geritztes“. Schon die alten Ägypter kratzten Bilder oder Namen in Mauern von Tempeln und Pyramiden. Graffiti gibt es also schon seit mehr als 4000 Jahren. Richtig bekannt wurden sie aber im vergangenen Jahrhundert in New York, also in den USA. Eure Paula

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