Schwungvoll und knallrot: So sahen die riesigen Buchstaben aus, die ein Zweibeiner unter einer Brücke am Dorfrand an die Wand gesprüht hatte. Waschbär Waldemar und ich hatten mehrere Graffiti dort entdeckt. Wir Tiere freuten uns, dass die Wand etwas Farbe bekommen hatte. „Der das an die Wand gesprüht hat: Denkst du, er hat vorher um Erlaubnis gefragt?“, brummte Waldemar nachdenklich. „Glaube ich kaum“, quakte ich. „Dann ist das also verboten“, meinte Waldemar. Da hatte er Recht. „Dabei ist Street-Art, also Straßenkunst, auch anders möglich“, quakte ich. So gibt es Zweibeiner, denen diese Bilder so gut gefallen, dass sie einen Künstler beauftragen, ihre Wand zu besprühen. Besonders bekannt sind allerdings Graffiti, die ein Zweibeiner namens „Banksy“ vor allem in Großbritannien sprüht. Das ist auch dort verboten. Wer sich hinter dem Künstlernamen „Banksy“ verbirgt, ist daher unklar. Der hat übrigens einen Trick: Er stellt Schablonen her. Das Aufsprühen seiner Bilder geht damit schnell. Verboten ist es trotzdem. Auch wenn sich viele Leute sogar darüber freuen. Es gab sogar schon Zweibeiner, die ein besprühtes Mauerstück aus der Wand schlagen ließen – um es ins Museum zu stellen. „Die spinnen, die Zweibeiner“, brummte Waldemar. Eure Paula