München – Frühlingshafte Temperaturen lockten am Wochenende viele Ausflügler nach draußen. Übermäßig viele Polizeieinsätze an Ausflugszielen wegen zu großen Gedränges gab es allerdings nicht. Es seien nicht mehr Menschen unterwegs als bei sonnigem Wetter üblich, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim. An Starnberger See, Ammersee und Wörthsee hatte das Landratsamt schon am Donnerstag die Stege auf den Seen sperren lassen, da sich auf ihnen zuvor zu viele Sonnenhungrige gedrängt hätten. Die Sperrung der Stege rief aber am Ammersee und am Wörthsee harsche Reaktionen hervor. In Herrsching warf ein Unbekannter den Bauzaun an einem Steg um. Herrschings Bürgermeister Christian Schiller erklärte: „Vielen wäre es lieber, wenn es statt der gesperrten Stege eine Maskenpflicht auf der Promenade gäbe.“ Am Wörthsee verzierte jemand die behördliche Sperr-Anordnung mit einem „Sechzig München“-Band.
Die Polizei löste im Bereich des Polizeipräsidiums Süd mehrere Corona-Partys auf: Am Ufer des Innkanals in Mühldorf erwischten die Beamten drei Personen aus unterschiedlichen Haushalten im Alter von 16, 18 und 44 Jahren, die Alkohol konsumierten. Der 44-Jährige stolperte danach in unwegsamem Gebiet und verletzte sich am Fuß. In Garmisch-Partenkirchen unterbanden Polizisten eine Feier mehrerer Jugendlicher auf einer Parkbank. Ebenso lösten sie eine Corona-Party von Jugendlichen in Rosenheim auf und eine in Bad Aibling. hvp/edl/svs