von Redaktion

Singen ist nicht die Stärke von uns Enten – auch wenn sich Agnes neulich darin versucht hat: Sie war so begeistert von dem Vogelkonzert am Morgen, dass sie schließlich selbst mitträllerte. „Hör sofort auf, das ist ja nicht auszuhalten!“, brüllte Waschbär Waldemar und presste die Pfoten auf seine Ohren. „Die Amsel ist zwar viel zu laut. Sie kann aber wenigstens singen.“ Agnes war beleidigt. „Ein Singvogel wird wohl nie aus mir“, quakte sie dann. „So etwas muss einem ins Nest gelegt werden.“ Sie zuckte mit den Flügeln. „Schade, auch wenn die Vögel ohnehin nicht nur aus Freude am Singen jeden Morgen mit ihrem Gezwitscher beginnen“, quakte sie. „Wie? Jetzt rauben sie mir schon den Schlaf – und jetzt quakst du mir auch noch, sie haben keine Freude am Gezwitscher?“, brummte er. „Ob sie gar keine Freude haben, weiß ich nicht. Es ist aber anstrengend.“ Denn dabei geht es um viel: Vogelmänner vertreiben mit kräftiger Stimme Rivalen aus ihrem Revier. Vor allem aber nutzen sie ihre Gezwitscher dafür, Vogeldamen von sich zu überzeugen. „Sie achten nicht nur darauf, ob ein Vogelmann laut und oft singt. Sie schätzen es auch, wenn er nicht immer die gleiche Melodie trällert.“ Nachtigall-Männer haben daher bis zu 100 Strophen drauf. Eure Paula

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