Aichach/Friedberg – Nach einem Corona-Ausbruch mit möglicherweise mehreren Toten in einem schwäbischen Krankenhaus wollen sich die Verantwortlichen vorläufig weiterhin nicht zu möglichen Fehlern äußern. Wie Vertreter des Landratsamtes Aichach-Friedberg, des Gesundheitsamtes und der Kreiskliniken betonten, würden erst nach dem Vorliegen eines Abschlussberichtes konkrete Informationen bekannt gegeben.
Der BR hatte berichtet, dass es zu schwerwiegenden Versäumnissen im Bereich der Hygiene des Krankenhauses in Friedberg gekommen war. Dies gehe aus einem Zwischenbericht des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hervor. Demnach sind wohl sieben Menschen nach Infektionen in der Klinik gestorben. Die Staatsanwaltschaft Augsburg prüft in diesem Zusammenhang eine Strafanzeige von Angehörigen. Landrat Klaus Metzger (CSU) erklärte, dass die abschließende fachliche Bewertung des LGL vorliege. Nun würden die kreiseigenen Kliniken an der Paar, die die Krankenhäuser in Friedberg und Aichach betreiben, zur Stellungnahme aufgefordert.
Der BR hatte unter Verweis auf den LGL-Zwischenbericht über eine mangelnde Dokumentation in dem Friedberger Haus berichtet. Nach Corona-Fällen sei nicht geprüft worden, ob die Patienten sich in der Klinik angesteckt haben können. Dazu sagte Klinik-Geschäftsführer Hubert Mayer, es habe zu keinem Zeitpunkt das Bestreben gegeben, „etwas zu vertuschen oder zu verschleiern“. lby