Neuried – Eine Panne mit der Post verzögerte in Neuried (Kreis München) die Impfbenachrichtigung von über 80 Jahre alten Bürgern. Neuried hatte alle 660 Personen dieser Altersgruppe angeschrieben. Doch 250 Briefe blieben im Briefzentrum Starnberg liegen, weil sie nicht frankiert worden waren. Dabei hatte sie die Gemeinde als Massensendung (Dialogpost) deklariert und das auch bezahlt – allerdings nur 45 Cent plus Mehrwertsteuer, nicht 1,55 Euro wie für einen Großbrief erforderlich. Post und die Gemeinde schieben sich nun gegenseitig die Verantwortung zu. „Die Post verhindert die Impfungen, weil Schreiben zum Thema Corona regulär frankiert werden müssen. Das hätte man uns bei der Abgabe bei der Post mitteilen können“, ärgert sich Bürgermeister Harald Zipfel. Die Post hingegen teilt mit, sie könne ein Fehlverhalten ihrer Mitarbeiter ausschließen – für die ordentliche Frankierung müsse die Gemeinde selbst sorgen.
Im Landkreis Starnberg soll die Sperrung der Stege an den Seen beibehalten werden. Die FDP hatte die Aufhebung gefordert und eine Diskussion im Kreistag verlangt. Landrat Stefan Frey (CSU) weigert sich. Das Landratsamt handele hier als untere Verwaltungsbehörde: „Den Antrag kann ich aus Rechtsgründen nicht in die Tagesordnung der Kreisgremien aufnehmen.“ nik/ike/gma