von Redaktion

München – Bayerns Apotheken können seit gestern kostenlose Corona-Schnelltests für Bürger ohne Erkältungssymptome anbieten. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) verwies auf die neue Allgemeinverfügung, die die rechtliche Voraussetzung dafür bilde. Diese hatte den Apotheken noch gefehlt. Antigentests werden nun in Testzentren, Arztpraxen oder Apotheken durchgeführt. Apotheker seien aber nicht verpflichtet, die Tests anzubieten, betonte Holetschek. Ein Ergebnis liegt meist innerhalb von 15 bis 30 Minuten vor. Ist das Testergebnis positiv, müssen die Betreffenden in Quarantäne. Der Vorsitzende des Bayerischen Apothekerverbandes, Hans-Peter Hubmann, sagte, „Test-Kits sind nach unserer Kenntnis ausreichend auf dem Markt vorhanden“. Die Bürger sollten aber auch weiterhin die bekannten Hygienemaßnahmen wie das Tragen einer Maske, Abstandhalten, häufiges Händewaschen, Desinfizieren und Lüften berücksichtigen. Im Landkreis Erding gibt es zudem bereits eine Hausarztpraxis, in der Patienten die Corona-Impfung bekommen. Insgesamt fünf Praxen hatten sich bereiterklärt, das Impfzentrum ab kommendem Montag zu unterstützen. Die Reithofener Ärztin Susanne Gerster impft aber bereits seit Mittwoch Patienten in ihrer Praxis. „Warum soll ich den Impfstoff zurückhalten, wenn ich ihn schon da habe und meine Patienten schützen kann?“, sagt sie. Die Aktion sei für sie aber ein immenser Kraftakt. Sowohl beim Personal als auch bei der Technik musste sie in ihrer Praxis aufstocken. Der bürokratische Aufwand sei unwahrscheinlich hoch, sagt sie. „Man bräuchte mindestens drei Sprechstundenhilfen mehr.“ Zwei Freundinnen unterstützen ihre Praxis bei der telefonischen Terminvergabe. lby/hd

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