Jede Woche beantwortet ein Oberbayer Fragen rund um seine Heimat. Johanna Weber, 25, lebt von Geburt an in ihrem Heimatdorf Hörlkofen, der zur Gemeinde Wörth (Kreis Erding) gehört. Und so schnell denkt die Studentin nicht daran, aus dem Dorf mit seinen gut 1600 Einwohnern wegzuziehen.
Was schätzen Sie denn an Hörlkofen am meisten?
In Hörlkofen ist einfach immer etwas los. Fast alle hier kennen sich mit Namen und es sind bunt gemischt alle Altersgruppen vertreten. Egal ob Sportler, Burschenverein oder Jugend- und Freiwillige Feuerwehr. Die Leute hier sind sehr engagiert. Vor allem im sportlichen Bereich ist sehr viel geboten. Ich meine: Wir haben fünf Tennisplätze, wie cool ist das denn?
Wenn man durch Hörlkofen streift: Welche Besonderheiten sollte man sich unbedingt ansehen?
Bei unserer Bäckerei und Konditorei Schauer gibt es einmalig gute Croissants. Besondere Events sind das jährliche Dorffest am alten Marktplatz und das Maibaumstüberl.
Und wo ist Ihr Lieblingsort im Dorf?
Ich mag vor allem den Sportpark, da wird von Tennis über die Gymnastikabteilung bis hin zum Ski-Club alles geboten. Wenn ich nicht daheim bin, dann findet man mich wahrscheinlich am Tennisplatz. Und im Sommer ist man mit dem Rad in zehn Minuten am Baggerweiher.
In viele Dörfer Oberbayerns ziehen immer mehr Auswärtige. Wie hat sich Hörlkofen im Laufe der Jahre entwickelt?
Ja, es ziehen immer mehr Leute her, die in München arbeiten, weil die Mietpreise im Vergleich billiger sind – obwohl es für uns eher teurer wird. Dank der Zuganbindung ist man sowohl schnell in der Großstadt München als auch in der Kleinstadt Erding. Trotzdem ist es hier ländlich. Der Bahnhof ist Gold wert, vor allem für Jugendliche.
Gibt es etwas, das Sie hier dann doch vermissen?
Es fehlt wirklich ein Café, eine Bar oder ein Restaurant als Treffpunkt. Der einzige Wirt ist am Sportlerheim, aber das war‘s auch schon.
Interview: Raffael Scherer